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Das OMR Festival und wir waren dabei!

Das Online Marketing Rockstars Festival Recap

Die Online Media Rockstars haben wieder zugeschlagen! Das OMR Festival fand am 17. Und 18. Mai in Hamburg statt und wir waren vor Ort, um Euch ein kleines Recap davon zu geben.

Dienstag, 10 Uhr, die Show beginnt. Oder zumindest erstmal das Anstehen. Das erste was wir sahen, als wir an den Messehallen ankamen, war eine riesige Schlange an Menschen. Da wussten wir, das Ding wird ein richtig dickes Ding. Das OMR Festival hatte nach eigenen Angaben rund 70.000 Besucher zu verbuchen und hat dafür das gesamte Gelände der Hamburger Messehallen gemietet. Was für ein Spektakel!

Nach der Akkreditierung ging es für uns dann auch zügig rauf aufs Gelände. Das Staunen begann und nahm nicht mehr ab. So viele Menschen haben wir seit zwei Jahren nirgends mehr gesehen. Und alle hatten gute Laune und richtig Bock auf das OMR Festival. Den Altersdurchschnitt würden wir grob auf 30 schätzen und die Geschlechterverteilung lag bei guten 50/50. Vor einigen Jahren sah das noch anders aus. Inzwischen ist Marketing jung und sexy geworden. Wir haben uns erst einmal vom Strom treiben lassen und versucht so viele Eindrücke wie möglich aufzunehmen. Alles ist jung, bunt, cool und macht Spaß sich anzusehen.

Mit unseren neuen Armbändern und Umhängeschildchen sind wir zunächst an den Cubicles der Masterclasses vorbei gegangen. Unser Weg führte uns erst einmal grob über das Gelände, um uns einen Eindruck von der ganzen Angelegenheit zu verschaffen. Uns ist sofort aufgefallen, dass die ganze Sache hervorragend geplant wurde. Trotz der Menschenmassen waren die Ströme entspannt. Toiletten waren nie überlaufen und die ganze Atmosphäre war sehr entspannt. Die Bühnen waren zum Teil so groß, dass weltbekannte Rockstars zu drum geprügelt hätten, um dort performen zu dürfen – It was huge. Einzig die Schlangen an den Fressbuden waren uns zu lang, aber daran sind wohl weniger die OMR als das leckere Essen der Köche schuld. Schließlich kamen wir in den Expo Hallen an und haben uns dort ein wenig umgesehen.

Doch was gab es denn jetzt zu sehen? Eine Menge!

Kaum jemand kennt ihre Namen nicht. Spotify, Audi, Meta, Google, Vodafone und viele, viele mehr. Am ersten der beiden Festivaltage waren wir größtenteils an den Ständen unterwegs, haben Werbegeschenke abgegriffen und haben über die Zukunft von Streamingdiensten und der Bedeutung neuer Bezahlmodelle geredet und natürlich, wie sich all das vermarkten lässt. Eines ist klar: Wer hier ist, weiß wie er sich und seine Produkte vermarkten kann. Zunächst waren wir in der Premium Expo Halle, wo die großen Marken für viel Geld gezeigt haben, dass sie welche haben und verstehen wie man es verdienen kann. An kunstvollen Bauten und Stände haben sie die Marken präsentiert. Spotify hat gezeigt, dass Musik das Tool der Kommunikation ist, Xing hat einem Fragen rund um die Mitarbeiterakquise beantwortet und Meta hat einem einen Einblick ins kommende Metaverse gegeben. Audi war auch da, aber deren leuchtenden Würfel haben wir nicht so richtig verstanden.

Auf den Bildern, die wir auf der Expo gemacht haben, könnt Ihr sehen, wie viel Mühe man sich bei der Veranstaltung gegeben hat. Etwas anderes war von der OMR und den Austellern auch nicht zu erwarten, dennoch freut es das Auge, wenn die Veranstaltung mit einem slicken Look daherkommt und man sich an Logos und Grafiken gar nicht sattsehen kann. Auch bei den Bühnen waren die Einspieler immer on point.

Ein Blick ins Metaverse

Facebook, ach nein, Meta war natürlich auch bei dem OMR Festival vertreten. An einem der größten Stände in der Premium Ausstellungsfläche konnten Wissbegierige sich via VR einen Eindruck von der nahenden Zukunft machen. Natürlich haben wir nur einen kleinen Ausschnitt davon erhalten, was das Metaverse eines Tages sein will, dennoch waren wir tief beeindruckt.       
Das Setting des Ganzen war ein virtueller Konferenzraum, in dem wir uns als Avatar wiedergefunden haben. Eine Dame leitet die Tech-Demo an und erklärte uns Neulingen die Funktionen der virtuellen Welt. Der Clou dabei: Sie selbst saß in London und wir haben nicht den Hauch einer Verzögerung gemerkt. Menschen zu verbinden ist eines der größten USPs des Metakonzerns und das hat geklappt.
Neben Brille (einer Quest 2) und Kopfhörern bekamen wir noch zwei Controller in die Hände. Doch auch ohne Controller waren wir erstaunt darüber, wie gut die Erkennung der Handgesten funktionierte und wie getreu unsere Avatare unsere Bewegungen ausgeführt haben. Auch die Mimik der Teilnehmer wurde ziemlich gut auf die comichaften Männchen übertragen. Von der Motion-Sickness der früheren VR-Modelle ist inzwischen auch nichts mehr zu merken.            
Auf Knopfdruck wechselte die Dame von Meta die gesamte Umgebung und mit einem Mal befanden wir uns nicht mehr in einem schnöden Konferenzraum, sondern inmitten von Bergen. Mit einem weiteren Click ging es ans Meer. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Konferenzumgebung sind dabei nahezu unbegrenzt, was gerade in Meeting-Marathons für ein wenig Abwechslung sorgen dürfte.
Die Immersion der VR-Brille war immens. Keine zwei Minuten nach dem Aufsetzen hatte man den Rest der Messe um sich herum – und auch das eigene Rumgehampele – vergessen. Wir müssen gestehen, dass der kurze Ausflug ins Metaverse echt viel Spaß gemacht hat und man (leider) erahnen kann, dass künftige Generationen, wie in Ready Player One, einen großen Teil ihrer Zeit dort verbringen werden. So viele positive Use Cases das Ganze haben kann, sehen wir auch ein großes Potenzial Online-Süchte auszuweiten. Immerhin haben wir nur an einem Meeting teilgenommen und hatten bereits damit eine Menge Spaß. Wie es sein wird, wenn vernünftige Spiele launchen werden oder sich das soziale Zusammenkommen auf das Metaverse ausweitet, wissen wir nicht, aber wir haben eine Vorstellung.      
Ob Utopie oder Dystopie, so ein Urteil wollen wir nicht aussprechen, denn das hängt wohl von dem ab was Herr Zuckerberg und sein Konzern mit dieser Technologie vorhaben. Allerdings hat die aktuelle Tech-Demo gezeigt, dass das Metaverse Menschen aus der ganzen Welt im Metaversum zusammenbringen kann und das ist das ausgerufene Ziel des Unternehmens.

Die kleine Expo Halle

Nicht die Halle war kleiner, sondern die Stände dort. Das hatte jedoch zur Folge, dass es mehr Möglichkeiten gab mit Leuten ins Gespräch zu kommen und die Gelegenheit haben wir genutzt. Für unsere eigene Firma haben wir uns mit ein paar netten Leuten über Softwarelösungen unterhalten, die uns den Alltag erleichtern sollen. Dank der praktischen Umhängeschilder samt QR-Code war das Austauschen von Kontaktinformationen auch spielend einfach. Ein paar Kugelschreiber haben wir natürlich auch eingesteckt – Wozu geht man sonst auf ne Messe? In einer kleinen Pause haben wir die Sonne genossen, uns auf einer der Outdoor-Lounges niedergelassen und schonmal ein wenig den Tag soweit Revue passieren lassen. Dann ging es auch schon wieder weiter über den Rest des Geländes.

Future Moves

In der riesigen Halle wurden am Dienstag Vorträge rund um die Frage der Mobilität in der Zukunft gehalten. Moderiert hat diese Veranstaltung die Moderatorenlegende Kai Pflaume. Die Themen der Redner*innen klangen äußerst interessant und wir hätten sie uns gerne näher angehört, doch wir haben hier nur einen kleinen Red Bull-Pit Stop eingelegt, um danach weiter herumlaufen zu können. Was uns in dieser kurzen Zeit vor der Stage jedoch aufgefallen ist, dass die Speaker um einiges mehr Ahnung von der Zukunft hatten als andere Redner. Konkrete Formen der Nutzung des ÖPNV, künftige Treibstoffe und deren Produktion und Logistik und natürlich die Vermarktung des Ganzen wurden besprochen. Wie gesagt hätten wir uns noch gerne mehr dazu angesehen, doch die Pflicht zog uns zu anderen Ständen.

Food und Networking

Eine der größten Hallen war voller Stände, an denen man nach Herzenslust essen konnte, während man sich auf gemütlichen Sitzgelegenheiten mit neuen und alten Bekannten unterhalten konnte. Wofür wir uns jedoch – zumindest für einen kurzen Moment – mehr begeistern konnten, war ein Arcade Automat mit Street Fighter II. Nach einer scheppernden Niederlage ging es dann zur Bluestage, bei der wir uns ein paar Vorträge angehört haben.

Die Rettung der Zukunft… oder vielleicht auch nur die Visionen des Frank Thelen

Einer der bekannteren Speaker war der Unternehmer, Investor und Autor Frank Thelen, der am Dienstagnachmittag auf der Bluestage einen Vortrag darüber gehalten hat, Warum Technologie die Welt rettet. Zunächst einmal weist Herr Thelen darauf hin, dass Technik uns an den Punkt gebracht hat, an dem wir gerade stehen. Die Klimakrise ist die Aufgabe des 21. Jahrhunderts, doch nur eines kann uns retten: Technik. Soweit die These des Herrn, doch was folgt als Antwort? Nichts wirklich Konkretes, aber immerhin haben wir eine Menge Buzzwords wie AI, Internet of Things oder aber Quanten-Computing gehört. All diese Wunderwerke der Technik – Nicht falsch verstehen, dass sind sie auch – werden die Menschheit vor allen kommenden Problemen der Gegenwart und Zukunft retten. Mit Quantencomputern könne man künftig immer komplexere und noch leistungsstärkere Quantencomputer entwickeln und diese entwickeln dann noch komplexere und leistungsstärkere… Das mag zwar auch in gewisser Weise stimmen, doch die Zukunftsvisionen des Herrn Thelen waren ein wenig zu optimistisch und besaßen weder Hand noch Fuß. Sie sehen wohin das führt. Die Worte des Herrn Thelen klangen gut, solange man nicht weiter drüber nachdachte. Spätestens als der Speaker bei der Blockchain ankam, war klar, dass eine tatsächliche Rettung der Zukunft vielleicht ein nettes Nebenprodukt des Kommerzes sein darf, aber nicht der Fokus seiner Bestrebungen ist. Aktuell verbraucht diese Technologie Unmengen an Strom, die nicht sonderlich nachhaltig erzeugt werden. Versprechungen dies zu ändern sind derzeit auch nicht sonderlich mehr als das: Versprechungen. Auch bei den anderen Buzzwords wurde nicht mehr als die Oberfläche angekratzt. Dass wir in Zukunft weiterhin auf das Internet angewiesen sein werden, sollte jedem klar sein. Wirkliche Geistesblitze gab es hier nicht. Leider schade, da wir uns zumindest ein wenig Input erhofft hatten.
Herr Thelen räumte ebenfalls ein, dass frühere Prognosen, wie das autonome Fahren, noch nicht dort seien wo er es sich vorgestellt habe, aber das komme noch in den nächsten Jahren, ganz sicher. Einen ähnlichen Vertrauensvorschuss muss man wohl all seinen Prognosen entgegenbringen. Wir haben uns den Talk nicht bis zum Ende angesehen, sondern haben uns lieber ein wenig mit richtig interessanten Menschen unterhalten.

Das Who-is-Who der Marketing-Szene

Auf dem Messegelände tummelte sich alles und jeder, der Rang und Namen hat, und tauschten sich über ihre neuesten Business-Modelle und Errungenschaften aus. Es ging darum zu sehen und gesehen zu werden. Und dafür hat sich so mancher ordentlich Mühe gegeben. Mal wieder so richtig schön unter Verrückten und Gleichgesinnten zu sein, dafür allein hat es sich gelohnt zu kommen.

Wir haben eine Menge neuer und alter Kollegen getroffen und uns über den Gott und die Welt des Marketings unterhalten. Als eine der ersten richtigen Veranstaltungen der Pandemie, haben wir den Menschentrubel genossen und viel aus dem Austausch mit Gleichgesinnten mitnehmen können. Eines ist klar, alle hatten Bock hier zu sein. Das Feeling der Veranstaltung erinnerte tatsächlich an ein Festival als einer geschäftlichen Messe. So etwas war aber auch zu erwarten, wenn die OMR die Schirmherrschaft innehaben. Wir können und noch an die Anfänge der OMR und der jährlichen Veranstaltung erinnern und können nur sagen: „Die Jungs und Mädels haben sich ordentlich gemacht.“

Tag #2

Am Mittwoch ging es natürlich weiter. Rein ins Gemenge und ab dafür. Diesmal aber ohne Akkreditierung – Unsere Armbänder hatten wir ja schon. Da wir am Vortag hauptsächlich bei den Ständen waren, wollten wir uns heute ein paar mehr Masterclasses und Vorträge ansehen. Den Anfang machte dabei ein bekannter YouTuber.

Der blaue Zerstörer

Eine der Masterclasses, die wir besucht haben, wurde von dem YouTuber Rezo geführt. Die meisten kennen den jungen Mann wohl aus dem Video „Die Zerstörung der CDU“, in dem er auf die Missstände der damaligen Regierung hingewiesen hat. Und auch bei der OMR hat der Blauhaarige mal wieder zu einem Rundumschlag ausgeholt und stellte seine Social-Media-Analysesoftware „Nindo“ vor. Mithilfe des Tools können Werbekunden die Authentizität von Influencer*innen auf den Prüfstand stellen. Vor zwei Jahren hat der Informatik-Masterabsolvent das Tool mit Freunden gelauncht.     
Rezos Vortrag war mit einigen unterhaltsamen Beispielen von Social-Media-Schummlern wie Prinz Markus von Anhalt oder der Sängerin Katja Krasavice gespickt. Für Unternehmen, die in Betracht ziehen sich einen Influencer ins Haus zu holen, ist das Tool auf alle Fälle einen näheren Blick wert, denn es zeigt eine Vielzahl von Metriken zu den verschiedensten KPIS an. Follower, Interaktionen, Verlinkungen, Anzahl der Kommentare, samt Auswertung des Inhalts samt jeweiliger Möglichkeit sich den entsprechenden Post anzusehen und noch vieles mehr. Das Tool scheint sehr anschaulich und leichtverständlich aufgebaut zu sein und spuckt einem smarte Grafiken aus. Das interessanteste des ganzen war unserer Meinung nach, dass das Tool einem zu Sprüngen in den KPIS mögliche Erklärungsansätze gibt. So kann ein spontaner Anstieg von tausenden Followern einen natürlichen Ursprung haben, aber ein auf den ersten Blick stetig wachsendes Gefolge nahezu komplett aus Bots bestehen. Gefakte KPIS, so Rezo, sind für Influencer der leichteste Weg mehr Geld von Werbepartnern zu verlangen, daher ist ihr Anreiz zu betrügen recht groß. Mit Nindo will er transparent machen und erziehen, denn ein gebranntes Kind, wird künftig wohl eher weniger Werbekooperationen erhalten.
Wir fanden Rezos Vortrag gut, wenn auch ein klein wenig zu lang. Und dass die ganze Masterclass eine Werbeveranstaltung für das eigene Tool war, das sollte jedem klar gewesen sein. Dennoch hatten wir Spaß, konnten viel aus dem Vortrag mitnehmen und wissen nun ein wenig mehr über die Welt der Influencer und wie man ihnen auf die Schliche kommen kann.

Talk mit Tarek

Tarek Müller - den muss man nicht mehr vorstellen, den kennt man schon - hatte ein Segment auf der Red Stage, bei dem er sich unter anderem mit Tina Müller, der aktuellen CEO von Douglas, unterhalten hat. Dies war ein sehr interessantes Gespräch, bei dem es viel um das Empowerment von Frauen ging. Frau Müller berichtete von der massiven Transition von Douglas von einem Brick and Mortar Business hin zu dem Marktführer des Online-Parfumhandels – Wirklich sehr interessant. Auch die Erfolgsstory von Shirin Davids Parfum, das exklusiv von Douglas vertrieben wird, war sehr interessant. Die Rapperin hatte zuvor eine Kooperation mit DM, bis Douglas auf sie zuging und meinte „Jetzt wird´s Zeit für ein wenig mehr Luxus.“ Mit einem neuen Duft und dem entsprechenden Branding war das Parfum in kürzester Zeit ein voller Erfolg. Und dabei sind die Inhaltsstoffe kaum teurer als die des alten. Marketing machts möglich. Im Anschluss unterhielt sich Tarek Müller mit drei seiner Mitarbeiter, über die Arbeit bei About You. Der Talk war nett, doch ein interessanteres Thema hatte unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Der Kommerz des Kiffens

Dass sich Snoob Dogg nicht davor ziert Geld in die Hand zu nehmen, wenn es um das grüne Gold geht, sollte niemanden verwundern. Doch auch deutsche Promis wie Klaas Heufer-Umlauf, Stefanie Giesinger oder André Schürrle investieren stark in den wachsenden Markt. Auch die Politik steht auf der Seite des legalen Rausches und bestärkt dank der kommenden Legalisierung die deutsche Cannabis-Wirtschaft. Yes, we Can nabis. Lautete der Titel des nächsten Talks. Finn Age Hänsel wurde von Yvonne Beister interviewt und wir waren auch dabei.

Dank der kommenden Legalisierung wird Deutschland mit knapp 83 Millionen Einwohnen zum größten Absatzland der Welt. Die Gewinne des Cannabishandel sind astronomisch. Finn Age Hänsel, Gründer der Sanity Group, erhofft sich in kürzester Zeit mindestens ein Einhorn aufzuziehen, scheint jedoch noch ein wenig optimistischer zu sein. Gestützt aus den Daten aus den USA, bringt die Cannabiswirtschaft Umsätze in Höhe von 100 Milliarden Dollar pro Jahr ein – In Deutschland erhofft man sich Ähnliches, wenn nicht sogar mehr. Pharmakonzerne machen einen Bogen um den Markt, da sich für Pflanzen keine Patente erstellen lassen, so Age Hänsel, doch die Zukunft wird zeigen wer die Big Player sein werden. Zwar sind die Regularien komplex und noch ist nicht alles in Sachen Anbau, Transport und Abgabe geklärt, doch der Entrepreneur ist zuversichtlich und arbeitet unter Hochdruck daran politische Wege zu ebnen und Handelsrouten aus dem Ausland zu eröffnen. Das ausgerufene Ziel: Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen durch Cannabis zu stärken.

Age Hänsel vermarktet das Produkt natürlich nicht als Kiffgras, mit dem man sich die letzten Hirnzellen aus dem Kopf schießt, sondern weist vor allem auf die medizinischen Nutzen der Pflanze hin. Besonders in der Behandlung von Menschen mit Schizophrenie-Erkrankungen sollen Cannabis-Präparate zum Einsatz kommen. Zu dem gibt es noch die nicht berauschenden, aber entspannenden, CBD Produkte, die jetzt schon legal im Handel erworben werden können und seit einiger Zeit einen richtigen Boom erfahren. Natürlich ist auch von einem verantwortungsvollen Konsum des Genussmittels die Rede, jedoch merkt man, dass dieser Bereich zumindest medial noch ein wenig mit Samthandschuhen angefasst wird – Man darf schließlich nicht das falsche Image abgeben. 

Wie Christian Lindner auf Twitter schrieb „Wann Bubatz legal?“ oder wie normale Menschen fragen würden: Wann ist es denn so weit? Laut Age Hänsel kommen die Tüten bereits Anfang 2023 in den Handel. Bis dahin muss zwar noch eine Menge passieren, doch der Unternehmer ist sehr zuversichtlich, dass der grünen Welle nichts im Wege steht. Wir wünschen ihm viel Erfolg und halten schon mal die Snacks bereit.

Die Überraschung der Ausstellung

Wir hätten nicht gedacht, dass der folgende Speaker eine der beeindruckendsten Präsentationen halten würde.            
Mittwoch, 13:50, Blue Stage: Alexander Graf begrüßt Robert Dahl auf der Bühne. Wer das sein soll? Das wussten wir zunächst auch nicht, dann begann die Show. Erdbeeren wohin das Auge sehen kann. Die Rede ist von dem Inhaber und Enkel des Gründers von Karls Erdbeerhof. Karls was? Den Erlebnisdörfern bei denen sich alles um Erdbeeren dreht, ein Familienunternehmen in dritter Generation. Ok, aber was soll daran so interessant sein? Marmelade halt, oder? Weit gefehlt. Karls Erlebnishof ist alles in einem und noch ein wenig mehr. Freizeitparks mit Achterbahnen, Hotelanlagen im Erdbeer-Stil, Erdbeerfelder auf denen man selbst pflücken kann, Live-Cooking Veranstaltungen, Feinkostläden und ein boomender Onlinehandel mit gut 12.000 Produkten. Das Unternehmen beschäftigt 1000 Personen fest und weitere 2000 saisonal und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von knapp 150 Millionen €, wobei gut 10% auf den Onlinehandel entfallen. Warte, was? Das hätte ich jetzt nicht erwartet. Wir auch nicht. Das Familienunternehmen betreibt aktuell fünf Parks im Nord-Osten Deutschlands und plant in Zukunft Großes. Bis 2034 soll es allen Deutschen möglich sein innerhalb von maximal 90 Minuten in einem der Erlebnisdörfer zu sein. Es ist das unscheinbare Erdbeer-Imperium, das immer weiter wachsen will. Begonnen hat alles mit ein paar unscheinbaren Erdbeerständen und nun strebt man an die Erdbeere über das ganze Land zu verbreiten – Wer weiß, ob sie an der Landesgrenze stoppen werden.
Allem Anschein nach mehr nach Gefühl und Laune, als nach einem kühl durchdachtem Businessplan sind die einzelnen Branches des Unternehmens entsprungen und haben sich mehr oder weniger verselbstständigt. So entstand das etwas unkonventionelle Etwas, dass sich Karls Erdbeerhof nennt und das jährlich 6,2 Millionen Menschen besuchen.   
Eine der größten kommenden Neuerungen ist Karl +. Die Single-Sign-On App mit Abo-Modell für Karls Erlebnishöfe. Für 3€ im Monat bekommt man einen besseren Parkplatz, kann die Attraktionen kostenlos nutzen, hat die Möglichkeit exklusive Artikel im Online-Store zu kaufen und kann 2 Stunden länger im Park bleiben als andere Gäste. Angesichts der sich in Planung befindlichen Dörfer, erhoffen sich die Betreiber auch in Zukunft immer attraktiver für künftige Kunden zu werden und den Siegeszug der Erdbeere fortzusetzen.          
Wir waren von dem Vortrag komplett überrascht und hätten nie gedacht, was alles hinter dem unscheinbaren Familienbetrieb steckt. Für uns war der Vortrag die Überraschung des Festivals. Und übrigens, Herr Dahl lässt bereits an der Wintererdbeere forschen und plant künftig die Erdbeeren von Robotern pflücken zu lassen. Wenn das nicht Zukunft schreit, wissen wir auch nicht weiter.

Das Bezahlen von Morgen ist Jetzt

Lena Hackelöer ist die Gründerin und CEO von Brite Payments. Einem Bezahldienst, der Geld in Echtzeit überweist. Jetzt. Sie wurde auf der Blue Stage von Alexander Graf interviewt und wir haben uns mal angehört, was die nette Dame so zu erzählen hat.            
Was für veraltete Bankenwesen hierzulande vollkommen in Ordnung ist, will die Schwedin grundlegend ändern. Anstatt zwei Tage darauf zu warten, dass das Geld von einem Konto auf das andere überwiesen wird, will Brite Payments dafür sorgen, dass das Geld schnellstmöglich den Besitzer wechselt. Frau Hackelöer war bei ihrer Ankunft am Flughafen darüber erstaunt, dass sie die Taxifahrt noch in bar bezahlen muss, denn in Skandinavien ist bargeldloses Zahlen schon längst Usus. Ihr Ausblick in eine schnellere Zukunft ist besonders für Händler interessant, da diese nicht erst darauf warten müssen, Geld zu bekommen, um neue Waren einzukaufen, sondern können den Umsatz ab dem Moment des Verkaufes direkt wieder neu einplanen. Die sympathische Schwedin ist ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche weibliche Gründerin, von denen man in letzter Zeit immer mehr sieht.      
Wir fanden den Vortrag sehr interessant, auch wenn er für unsere Firma keinen großen Mehrwert dargestellt hat.

LinkedIn zum Schluss

Nach einer Verschnauf- und Essenspause haben wir uns dann noch auf den Weg zur Masterclass von Britta Behrens gemacht, die verschiedene Tipps und Tricks für LinkedIn vorgestellt hat. Inhaltlich war das sicherlich eine prima Sache, nur leider kamen wir etwas verspätet an und die Akustik der Bühne war, dank des tropischen Insektenlärms der gegenüberliegenden Jungle-Area, suboptimal. Ein paar Kniffe konnten wir uns dann aber doch noch aneignen.
Eine letzte Runde über das Gelände war für uns dann der Abschluss dieses Spektakels. Zwei Tage voller Action und Spaß, das muss erstmal verdaut werden – Bei einem Feierabendbier.

Unser Fazit zum Tag auf der Expo

Müde und zufrieden. So viele Eindrücke und unterschiedliche Inputs muss man erstmal verarbeiten. Zwei Tage voller unglaublicher Eindrücke und mit einer Menge cooler Leute. Wir wären traurig, wenn wir nicht hingegangen wären, und uns das Geschehen nur aus der Ferne angesehen hätten. Nach einer langen Phase der Kontaktminderung, sind so viele Menschen ein wenig anstrengend, doch man hat jedem einzelnen angesehen, wie sehr er oder sie sich gefreut hat, wieder persönlich zu netzwerken oder einfach mal wieder mit den Branchen-Kollegen einen netten Plausch halten kann. Wir haben einige Visitenkarten ausgetauscht und den ein oder anderen Interessenten für uns entdecken können und werten das Festival daher als vollen Erfolg.

Wir freuen uns aufs nächste Jahr, denn dann sind wir auch wieder am Start und reißen bei der Party nochmal die Hütte so richtig ab.

Autor: Oliver Orgass

Oliver Orgass

Author

Autor bei Eurer InternetServiceAgentur.com.

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